Meldung vom 01.10.2026
Das heurige Missio-Schwerpunktland Äthiopien erlebt seit vergangener Woche erneute kriegerische Auseinandersetzungen in der Konfliktregion Tigray im Norden des Landes. Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und der Volksbefreiungsfront TPFL setzen die Menschen in Angst und Panik, wie Missio-Projektpartner Father Luan Trinh Khin berichtet: „Viele Familien haben in den Konflikten vor einigen Jahren geliebte Menschen verloren. Die Angst ist groß, dass die erneuten Gefechte noch mehr Opfer fordern könnten.“ Doch er und sein Team geben alles, um den teilweise schwer traumatisierten Bewohnerinnen und Bewohnern Hoffnung zu schenken. Von den rund 139 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern Äthiopiens leben laut Schätzungen der Weltbank rund 43 Prozent in absoluter Armut. Dürren, Hungerkatastrophen, bewaffnete Konflikte und instabile politische Verhältnisse führen zu einer erschwerten sozialen Lage. Insbesondere in ländlich geprägten Regionen.
Frauen stärken in Krisenregion Tigray
In Adwa in Tigray betreibt der Salesianer Father Luan eine Bäckerei, in der binnenvertriebene Frauen Arbeitsplätze finden. Nach den Jahren des Krieges, der Flucht und Gewalt erhalten die Frauen die Möglichkeit, wirtschaftlich unabhängig zu werden und somit, sich und ihre Kinder zu ernähren.„Hilfe muss mehr sein als eine einmalige Unterstützung. Menschen sollen die Möglichkeit bekommen, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen,“ sagt Father Luan. Durch das von Missio Österreich geförderte Arbeitsprojekt sollen die Frauen stückweise in einen geordneten Alltag nach schweren Schicksaalschlägen und Traumatisierungen gebracht werden. Täglich backen die Frauen 5.000 Laibe Brot, die an Binnenvertriebene verteilt werden. Gleichzeitig bietet er in den Dörfern in Tigray Seelsorgegespräche, Beratungs- und Aufklärungsprogramme über Rechte für Mädchen und Frauen an. Somit ermöglicht er ihnen eine Perspektive.
Hoffnung nach Gewalt
Abseits von Tigray unterstützt Missio Österreich in diesem Jahr von Gewalt betroffene Frauen in Gode im Südosten des Landes. Missio-Projektpartnerin Schwester Mary Joachim setzt sich in der Region Somaliland für geflohene, zwangsverheiratete Frauen ein, indem sie ihnen und ihren Kindern neben Schutz und Nahrung, Berufsausbildungen anbietet. Die betroffenen Frauen, die teilweise im Kindesalter zwangsverheiratet wurden, lernen bei Schwester Mary Joachim konkrete Berufe, um sich wirtschaftlich selbst abzusichern.
Weltweit größte Solidaritätsaktion
Der Weltmissions-Sonntag gilt als weltweit größte Solidaritätsaktion der katholischen Kirche, betont Missio-Nationaldirektor Johannes Laichner: „Der Weltmissionssonntag ist eine der größten Solidaritätsaktionen der Welt. An diesem Tag zeigen Katholikinnen und Katholiken rund um den Globus: Wir gehören zusammen und tragen Verantwortung füreinander. Mit unserem Gebet und unserer Spende stärken wir die Kirche dort, wo sie oft mit einfachsten Mitteln Großes leistet. So wird Weltkirche ganz konkret – als Gemeinschaft, die niemanden vergisst.“ Am Weltmissions-Sonntag sammelt die katholische Kirche weltweit Spenden für die ärmsten Diözesen in den Ländern des Globalen Südens. Heuer fällt er auf den 18. Oktober. Circa 1.100 der weltweit 2.500 Diözesen stehen vor besonders finanziellen Herausforderungen Vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika geraten die Diözesen häufig in Not. Priester, Ordensschwestern und Laienmissionare brauchen dringend Unterstützung, damit sie den Ärmsten der Armen in ihrer Umgebung helfen und dienen können.
Festmesse in allen Diözesen
Diözese Feldkirch: 18.10.2026, 10:15 Uhr in der Basilika Maria Bildstein, Festmesse mit Diözesanbischof Dr. Benno Elbs
Diözese Linz: 18.10.2026, 10:00 Uhr im Mariendom Linz, Festmesse mit Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer und Missio-Nationaldirektor DDr. Johannes Laichner
Diözese St. Pölten: 18.10.2026, 15:00 Uhr im Dom zu St. Pölten, Festmesse mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfried
Diözese Graz-Seckau: 18.10.2026, 17:00 Uhr im Grazer Dom, Festmesse mit Missio-Diözesandirektor Mag. Niklas Müller, musikalische Gestaltung: Grazer Dommusik
Diözese Gurk: 18.10.2026, 10:00 Uhr im Klagenfurter Dom, Festmesse mit Diözesanbischof Mag. Dr. Josef Marketz, musikalische Gestaltung von der Dommusik Klagenfurt und den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut (Kloster Wernberg)
Erzdiözese Salzburg: 18.10.2026, 10:00 Uhr im Dom zu Salzburg, Festmesse mit Erzbischof Dr. Franz Lackner
Erzdiözese Wien: 18.10.2026, 10:15 Uhr Stephansdom, Festmesse mit Weihbischof Mag. Dr. Franz Scharl
Missio bittet um Spenden
Infomaterialien und Produkte zum Weltmissions-Sonntag sind kostenlos über www.missio.at/wms bestellbar. Unter den Produkten befinden sich unter anderem ein Liturgieheft mit Gestaltungsvorschlägen für den Gottesdienst, Aktionshefte und Plakate. Auch eine Novene zum neuen seliggesprochenen Fulton Sheen ist dabei.
Jetzt spenden und helfen!
Missio – Päpstliche Missionswerke in Österreich
IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500
BIC: BAWAATWW
Verwendungszweck: Weltmissions-Sonntag
Oder online unter www.missio.at/wms
Spenden an Missio Österreich sind steuerlich absetzbar