Neue Kämpfe in Tigray: Missio-Projektpartner warnt vor Folgen Missio-Schwerpunktland Äthiopien erneut in der Krise Angst und Verunsicherung machen sich laut Missio-Projektpartner Father Luan Trinh Kinh in Tigray breit. Vor Ort kümmert er sich um verängstigte Mütter, Kinder und Jugendliche, die infolge der neuerlichen Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Volksbefreiungsfront TPLF Retraumatisierungen erleben. „Viele Familien haben in den Konflikten vor einigen Jahren geliebte Menschen verloren. Die Angst ist groß, dass weitere Menschen in den Gefechten sterben könnten“, berichtet Father Luan in einer Videobotschaft an die Päpstlichen Missionswerke in Österreich. Zugleich berichtet der Missio-Projektpartner von einer großen Kriegsmüdigkeit unter der Bevölkerung: „Wir wollen endlich Frieden und Ruhe. Die Chance auf Bildung muss endlich gewährleistet werden“. Einige Kinder in Tigray sind seit mehr als fünf Jahren nicht zur Schule gegangen. Die damit verbundene Perspektivlosigkeit bereitet Father Luan große Sorgen: „Die Menschen hier in Tigray brauchen die Aufmerksam der internationalen Gemeinschaft. Ich bitte euch um eure Gebete. Bitte vergesst uns nicht.“ Auch Teile der Infrastruktur sind stark beeinträchtigt. Die Unsicherheit über die weitere Versorgung wächst: „Wir wissen aktuell nicht, wie lange die Stromversorgung hält, ob wir in den kommenden Tagen genug Nahrung haben werden. Viele haben Todesängste“, so Father Luan. Mehr über Father Luan in der allewelt-Reportage von Christoph Lehermayr: Hier lesen Missio-Schwerpunkt in Äthiopien Missio Österreich stellt Äthiopien in diesem Jahr im Rahmen des Weltmissionsmonats Oktober in den Mittelpunkt und bittet um Spenden für die von Gewalt betroffene Region Tigray. Father Luan und sein Team unterstützen insbesondere Frauen und Mädchen, die Gewalt erfahren haben und traumatisiert sind. Durch Seelsorgegespräche, Aufklärung über ihre Rechte und Schulprojekte sollen Frauen und Mädchen neue Perspektiven und die Chance auf eine bessere Zukunft erhalten. Der Tigray-Krieg Zwischen November 2020 und 2022 kämpfte die äthiopische Armee gemeinsam mit Streitkräften des Nachbarlandes Eritrea und Milizen aus der Amhara-Region gegen die Tigray People’s Liberation Front (TPLF). Dem Krieg waren jahrelange politische Spannungen zwischen der TPLF und der äthiopischen Zentralregierung unter Premierminister Abiy Ahmed vorausgegangen. Bis zu einer halben Million Menschen kamen ums Leben, Millionen Menschen wurden vertrieben. Die Folgen des Krieges, die humanitäre Notlage und die politischen Spannungen in Tigray wirken bis heute nach. Jetzt spenden und helfen! Missio – Päpstliche Missionswerke in Österreich IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500 BIC: BAWAATWW Verwendungszweck: Weltmissions-Sonntag Oder online unter www.missio.at/wms Spenden an Missio Österreich sind steuerlich absetzbar Über Missio Die Päpstlichen Missionswerke (Missio) wirken seit 1922 in 150 Ländern der Welt. Als eine der größten Spendenorganisationen in Österreich engagiert sich Missio Österreich mit Papst Leo XIV. an der Spitze für die Stärkung der wachsenden Weltkirche, vor allem in den armen Ländern. Wir setzen das Credo des Papstes konkret um. Missio geht gemeinsam mit den kirchlichen Partnern vor Ort an die Ränder dieser Welt: zu den Ärmsten, zu den Hungernden, zu den Notleidenden, zu den Kindern, zu den Fernen.